Ist denn das Warten um Freiheit,
nicht nur aufgeschobenes Glück?
Wie kann es denn sein,
dass wenn nur eine einzelne Sache anders ist,
sich der ganze Kontext so verrückt?
Ver-rückt, sich aus der Norm verdrückt,
sich alle Farben ändern in nur einem einsam' Augenblick,
gleichsam gleich, gleichsam anders,
gleichsam schöner, gleichsam blasser
Töne stumpfer, Konturen bizarrer,
gleichsam Glück und gleichsam Hass- ja... nein, vielleicht-
ein in sich verklumpter Haufen Gedanken,
Gedankenschwall- nicht zu stoppen,
nicht zu unterbinden, ohne völlig zu verschwinden
Töte ich dich, töte ich mich?
Bin ich ich ohne dich?
Will ich sein, was ich bin ohne dich?
Wie steht es um mich?
Und wieder: gleichsam gut und gleichsam schlecht
bist gleichsam nichts und gleichsam alles
alles für mich, alles für einen Jemand,
einen Jemand, der ein Niemand ist,
einem Niemand, der für dich vielleicht ein Jemand ist
was bedeutet schon Zeit,
wenn sich in einem Moment
alles für dich und alles gegen dich wenden kann?
Wende: genau das wünsch ich mir,
aber wünsche ich mir auch nicht,
denn will ich wirklich, dass alles neu wird
oder nicht viel mehr, dass alles beim Alten verbleibt?
Wenn wir verlieren,
verlieren wir wirklich immer das Schlechte?
Verlieren wir nicht manchmal auch das,
was uns die Welt bedeutet
und können nicht erklären warum?
Und selbst wenn wir es könnten,
würden wir jemals wirklich verstehen -wollen-
oder legen wir uns nicht viel mehr Erklärungsschnipsel zurecht,
um das Unbegreifliche greifbar zu machen
oder zumindest der Versuch zu begreifen,
was um dich herum geschieht,
auf das du keinen Einfluss hast,
obwohl du gedacht hast, beeinflussen zu können, was geschieht
Wie ist es ein Geschenk aus der Hand gerissen zu bekommen,
das man nicht abgeben will? Bodenlos. Haltlos. Kraftlos.
Aber irgendwie auch nicht.
Irgendwie auch das Gegenteil. Irgendwie alles.
Wenn die Welt sich in dir dreht
und gleichzeitig dein Herz aufhört und nicht mit schlägt
Gegensatz, Widerspruch, Reflexion.
Ist das alles, was mir bleibt,
ist das irgendwas von dem, was ich will?
Ist es das, was ich mit meinen Gedanken geschaffen,
doch nie habe gemeint, nie habe beabsichtigt,
nie haben kommen sehen wollen,
weil es einfach alles ist, wogegen ich mich wehre
Was ich nicht will
und womit ich gezwungen werde zu leben
leben... nach welcher Definition von Leben?
Stillschweigend zu dulden
oder lautstark zu toben- beben,
ist es nur der faire Preis für geliehenes Glück?
Was ist schon Glück, wenn ohne dich,
ist es dann nicht eher der Versuch... zu wollen,
es zu probieren, sein Bestes zu geben? Mit dem, was bleibt.
Was nicht wenig ist,
sich aber oft nicht so anfühlt, als ob es reicht,
mit dir war es leichter wenig zu haben,
mit dir fühlte sich wenig immer mehr an,
mehr als jetzt. Mehr als ich bin,
war mehr als ich mir erhoffte zu sein.
Mein Antrieb, mein Steuer, mein Anker,
eben alles- irgendwie.
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