Donnerstag, 14. Juli 2011

Der Glaube und wie er missverstanden werden könnte.

Wieso ist die Welt, wie sie ist?
Weshalb passieren so schreckliche Dinge,
die scheinbar niemand verhindert?
Warum gibt es Elend, Armut und Not auf dieser Welt,
wenn Gott und seine Engel über uns wachen?
Das fragt sich wohl ein jeder von uns.
Dafür muss man tiefer in den Glauben blicken, ihn fühlen lernen, nicht bloß analysieren. Ich finde es nicht verkehrt etwas in Frage zu stellen, sich seine Antworten maßzuschneidern. Jeder hat eine eigene Sicht der Dinge, jeder sieht das was er sehen möchte und nicht umbedingt die Wahrheit. Oftmals wird sie durch Gefühle beeinflusst. Durch unseren Willen. Wie also rausfinden, was Tatsache ist, bei einem Thema wie der Religion, wo es um Vertrauen geht?
Ich möchte euch meine Sicht der Dinge schildern.

Das Leben ist ein Wunder.
Wir sind das Wunder des Lebens.
Die Welt in der wir leben ist prinzipiell imstande dazu, dem Paradies gleichzukommen,
doch wir Menschen haben von Gott einen freien Willen bekommen,
das heißt wir können wählen, zwischen Recht und Unrecht, Wahrheit und Lüge, Aufmerksamkeit oder Ignoranz. Wir können tun was immer wir wollen, denn wir sollen unsere eigenen Erfahrungen machen, weil Gott uns nichts vorsetzt, sondern uns die Möglichkeit bietet, aus eigenen "Fehlern" zu lernen. Jeder weiß was es auslöst, wenn wir schlecht handeln, jeder fühlt es sofort wenn etwas nicht stimmt, intuitiv meldet sich unser Gewissen zu Wort. Wie so oft im Leben bestimmen wir, was daraus folgt. Was mir klar geworden ist, ist dass sich die Welt nicht ändern wird, wenn WIR unsere Gewohnheiten beibehalten und aus Habgier, Neid, Stolz, Geiz heraus handeln. Es ist unbestreitbar, dass ein Teil in uns immer mehr will, nie genug kriegt. Das sehen wir als "uns etwas gönnen" an. Das ist auch in Ordnung, wir müssen alle wissen wo unsere Grenze liegt, wo das Maß also voll ist. Das lernen wir wieder nur, indem wir es erfahren, so wie alles im Leben. Es gilt also: die Theorie muss in die Praxis umgesetzt werden, sobald wir das Prinzip verstanden haben. Ich finde, um Gott zu verstehen muss man sich seinen Gegensatz anschauen: den Teufel.
Luzifer ist vom Himmel verbannt worden, weil er Gottes Begeisterung für uns Menschen nicht verstanden hat und unsere Existenz vehement nicht tolerieren wollte. Er wollte Gott beweisen, dass er Recht hat und stellte Gottes Urteil in Frage. Es wird gesagt, dass Satan uns zuflüstert unrechtvolle Dinge zu denken, tun, fühlen und daran zu glauben. Gerade was die Existenz Gottes anbelangt. Nach dem Motto "Ein Volk das nicht an Gott glaubt, soll es wert sein, weiter zu leben?" Wir haben die freie Wahl, Gott mischt sich nicht in unsere Angelegenheiten an, weil er auf uns vertraut, auf die Stärke in uns, auf unser Fähigkeit alles zu hinterfragen, auf die Chance des geistigen Wachstums. Er bewies es, indem er seinen Sohn Jesus opfterte um uns von unseren Sünden reinzuwaschen. Um uns ewige Vergebung zu ermöglichen! Gott ist in meinen Augen kein Herrscher, sondern wie ein Vater der nur unser Bestes will, also Erlösung keine Bestrafung! Er gab uns das Leben, einfach alles, was wir haben und sind! Jeden guten Gedanken, jede gute Tat, jedes gute Gefühl! Denn Gott ist Liebe, wir sind seine Kinder, die er behüten will, nicht unterdrücken und bevormunden.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich nicht an dieses klassische Hölle Himmel und Gott Teufel Prinzip glaube, weil die Hölle wie soeben erwähnt ja "aufgehoben" wurde, für jeden der den Weg der Liebe einschlägt. Auch für jeden der böses getan hat, aber aufrichtig bereut bzw kein Wiederholungstäter in Zukunft mehr sein wird. Das heißt also, dass man sich trotzdem nicht auf seiner faulen Haut ausruhen darf, ein Blick in unsere Herzen reicht für ein angemessenes Urteil aus. Ich denke Gott und der Teufel stehen für das Gute und Schlechte in uns, von dem unsere Handlungen gelenkt werden. Es ist die "höhere Macht" die viele erahnen. Die Sünde als solches sehe ich in den meisten Fällen also nicht so hart, weil es eine Lernerfahrung beinhaltet. Wir erfahren uns durch unser Handeln selbst. Ich glaube an einen Lebensplan, also eine Form des Schicksals. Stationen die wir gehen, Menschen denen wir begegnen, aber auch Konflikte die entstehen, bei denen wir aber entscheiden können, wie wir reagieren.

Was treibt dich zum handeln?
Woran glaubst du?

Du kannst alles verändern, bessern, wenn du nur willst.

Zum Schluss noch etwas interessantes.
Wir kennen alle die klassischen Sünden wie Mord, Ehebruch und Diebstahl.
Es gibt aber auch sogenannte Wurzelsünden, auch die sieben Todsünden genannt.
Wir werden gelenkt von
1.Stolz, 2.Neid, 3.Geiz, 4.Wut, 5.Wollust(besser bekannt unter Sexsucht, Unkeuschheit), 6.Völlerei (jegliche Süchte, Maßlosigkeit, Ichsucht), 7.Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens.)
Falls euch das näher interessiert... Tante Google hilft gerne weiter-> Todessünden
Ich finde soetwas immer interessant, weil ich eben die menschlichen Beweggründe (also auch Abgründe!) kennenlernen möchte, um besser zu VERSTEHEN was uns antreibt.

So... Gedankenfluss eingestellt :)
Danke für die Aufmerksamkeit.
Bis dann, eure Ändy.